Wolfgang Gerz VITAMIN D – NEUE ENTWICKLUNGEN UND AK

EINLEITUNG

Eine der interessantesten Entwicklungen in der Medizin während der letzten Jahre ist die Wiederentdeckung und das bessere Verständnis von Vitamin D und den damit assoziierten Stoffwechselvorgängen.

Prof. Michael Holick aus Boston, Autor unzähliger wissenschaftlicher Artikel zum Vitamin D, aber auch des populärwissenschaftlichen Buches „The UV Advantage“ (Holick, Jenkins, 2004) ist als beste Quelle für diese neuen Entwicklungen zu empfehlen. Das Buch liegt jetzt auch in deutscher Übersetzung vor: „Schützendes Sonnenlicht – Die heilsamen Kräfte der Sonne, Haug Verlag, Stuttgart 2005.

Eine weitere gute Quelle ist Jonathan Wright, M.D. (2001), der schon vor Jahren darauf hinwies, dass eine Vervierfachung der täglichen Vitamin D-Versorgung wünschenswert wäre, wobei er v.a. die Arbeit von
Vieth (2001) zitierte.

In Deutschland publizierte Silke I. Herzog Muethen (1999) ein sehr kontroverses Buch, in dem sie die Verwendung von hoch dosiertem Vitamin D und Calcium für die Behandlung der spastischen Cerebralparese und anderer Erkrankungen empfiehlt. Dieses Buch liegt jetzt in Neuauflage mit geändertem Titel vor: „Vermeidbare Spastik – Vermeidbare Kinderkrankheiten“, David Verlag, Münster 2004.

In diesem Kapitel möchte ich über meine Erfahrungen mit diesen neuen Ansätzen in meiner naturheilkundlichen Allgemeinpraxis mit AK be-richten.

INDIKATIONEN FÜR VITAMIN D

Holick (2005) nennt die folgenden Indikationen für Vitamin D und Sonnenlicht:

  • Osteoporose und andere metabolische Knochenerkrankungen
  • Prävention verschiedener Krebsarten inkl. Prostata, Brust, Colon, Lunge u.a.m.
  • Risikominderung für Autoimmunerkrankungen wie Typ 1-Diabetes, rheumatoide Arthritis und MS
  • Positive mentale Wirkung: SAD, PMS, Depression, allgemeine Stimmung
  • Bluthochdruck und Herzerkrankungen
  • Hilfe in der Behandlung von Übergewicht

Im persönlichen Gespräch mit Holick während eines Besuches in Boston im April 2005 stimmte er auch zu, dass Vitamin D für die fetale Entwikklung von Schädel und Gehirn besonders wichtig ist. Damit wird Vitamin D natürlich auch zu einem äusserst wichtigen Ernährungsfaktor während der Schwangerschaft und frühen Kindheit.

In Bezug auf einen kleinen Patienten mit frühzeitiger Craniosynostose schrieb ein kanadischer Professor für Pädiatrie/Neurologie vor zwei Jahren in einer Email:

„Die Verbindung zwischen Rachitis und frühzeitiger Craniosynostose ist wohl bekannt… Vitamin D3-Rezeptoren werden im Gehirn während der Embryogenese ausgebildet, und letztlich ist Vitamin D ein Hormon, das die Ausformung der Knochen beeinflusst. Es ist gut möglich, dass diesen Anomalien ein komplexer Mechanismus zugrunde liegt, der mit dem Vitamin D-Mangel assoziiert ist.“

Asuri N Prasad, MB.BS, MRCP(UK), FRCPC (Peds.&Neuro), University of Manitoba

Diese Aussage ist extrem wichtig für die Osteopathie und alle anderen Fachrichtungen, die wissen, dass die craniale Entwicklung und Funktion entscheidend sind.

Aber: genauso wichtig sind natürlich all die anderen Indikationen für jeden Arzt oder Therapeuten!

PHYSIOLOGIE

George Goodheart sagte einmal: „In der AK sollten wir mit die Ersten sein, die neues Wissen aufnehmen – aber die letzten, die das alte vergessen!“

Bekannterweise werden Vorläufer von Vitamin D (Ergosterol oder 7-Dehydrocholesterol – die übrigens aus dem ominösen Cholesterin gebildet werden – unter dem Einfluss von UVB-Licht in Vitamin D3 umgewandelt.

In der Leber erfolgt dann mit Hilfe der 25-Hydroxylase (25-OHase) die Umwandlung in 25-OH-D3.

Dieses wird dann in den Nieren mit Hilfe des Enzyms 1a-Hydroxylase (1-OHase) zu der hochaktiven Form von Vitamin D umgewandelt: 1,25- (OH)2-D3. Sie ist insbesondere für die Calciumresorption und den
Knochenstoffwechsel verantwortlich.

Was ist nun neu in Bezug auf die Physiologie von Vitamin D?

Die Nieren sind eine wichtige Produktionsstätte für Vitamin D – aber bei weitem nicht die einzige! Für viele verschiedene Organzellen ist die Fähigkeit zur Umwandlung von 25-D in das 1,25-D bewiesen und publiziert und Prof. Holick sagte mir gegenüber voraus, dass mehr oder weniger jede Zelle dazu in der Lage ist.
Und: diese Umwandlung von 25-D in das 1,25-D ist ein intrazellulärer Anti-Krebs-Mechanismus!

Holick und Kollegen (Chen, 2003) konnten zeigen, dass Prostatakrebszellen durch Zugabe von 25-D in vitro zurückverwandelt werden in normale Prostatazellen!!

Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, im Detail die neuesten Forschungsergebnisse in Bezug auf die anderen physiologischen Funktionen von Vitamin D zu erläutern. Ich verweise hierzu auf das Buch von Holick (2004) und seine Artikel inkl. Literaturangaben.

Im nachfolgenden Text werden als Abkürzungen verwendet:
25-D für 25-OH-D3 1,25-D für 1,25-(OH)2-D3

Zusammengefasst haben die allermeisten Zellen einen Vitamin D-Rezeptor (VDR) – wie auch für andere Steroidhormone.

Holick (2004): „Der VDR wurde nachgewiesen in Dünndarm, Dickdarm
Osteoblasten, aktivierten T- und B-Lymphozyten, B-Inselzellen des Pankreas und den meisten Organen wie Gehirn, Herz, Haut, Gonaden, Prostata, Brust und mononukleären Zellen.“

Was bedeutet das alles?

Die Produktion von 1,25-D sollte überall intrazellulär im Körper möglich sein, wozu aber viel mehr an 25-D nötig ist als bisher angenommen – und wenn das nicht der Fall ist, dann ist die Produktion von 1,25-D in den Nieren ein kompensatorischer Mechanismus, um das Serum-Calcium zu erhöhen – im Notfall sogar durch Mobilisierung aus dem Knochen!!

Aber: die Anti-Krebs-Wirkung und andere intrazelluläre Funktionen von Vitamin D sind dann weit unterhalb des Optimums – und der Weg zur Osteoporose ist frei!

Als Holick mir das erklärte, verstand ich plötzlich eine Beobachtung, die wir vorher nicht erklären konnten: bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit spastischer Cerebralparese mit sehr hohen Dosen von Vitamin D (bis zu 7000 I.E. täglich über 2 Jahre) war uns immer wieder das – nach dem bisherigen Verständnis von Vitamin D unerklärliche – Phänomen aufgefallen, dass es den Patienten schnell besser ging und die Werte für 25-D anstiegen auf hochnormale Werte um 100 nmol/l – aber die Werte für das 1,25-D absanken bis zum unteren Normalbereich. Dies war v.a. bei den Fällen auffällig, wo das 1,25-D vor Beginn der Vitamin D-Therapie im oberen Normalbereich gelegen war. (Abb. 1-4)

Holick bestätigte das und wies gleichzeitig noch auf einen weiteren Marker hin: PTH = Parathormon! Dieser Wert sollte idealerweise im unteren Normalbereich sein – was üblicherweise 25-D-Spiegel von etwa 80 – 100 nmol/l (10) benötigt.

Nochmals: es ist essentiell, die Werte für 25-D so hoch einzustellen, dass die Werte für PTH und 1,25-D im unteren Normbereich liegen!

Die neue Physiologie des Vitamin D-Metabolismus nach Holick (2004):

AK UND VITAMIN D

  1. Zum Testen empfehle ich einen „Vitamin D-Testsatz“:

• Reinform von D3 (Cholecalciferol) als Pulver – z.B. von PE oder KlösterlApotheke

• Ölige Form von Vitamin D (z.B. Vigantol Oel®)

• Verschiedene Formen von reinem Calcium: citrate, aspartate, gluconate, Calcium MCHA

• Kombinationsprodukte wie +CAL+® von PE oder Oscap® von Thorne

• Verschiedene Formen von reinem Zink, Kupfer, Kalium, Magnesium und Selen

• Gereinigter Lebertran

• Reines Vitamin A (z.B. PE)

  1. Zur Testung konzentriert man sich dann auf einige wenige Muskeln, die idealerweise einen möglichst engen Bezug zur klinischen Fragestellung haben. Bei schwer behinderten Kindern mit Cerebralparese
    muss per Surrogat getestet werden. Wir challengen immer die spa stischen Muskeln oder die eingeschränkten Bewegungsfunktionen –was immer am auffälligsten und gleichzeitig einfach und reproduzierbar zu testen ist. Als Challenge (CH) verwenden wir einen schnellen, leichten dynamischen CH gegen die Spastik oder Bewegungseinschränkung, wobei grundsätzlich Schmerz zu vermeiden ist.
  2. Nun folgt ein oraler CH mit Vitamin D gegen jede Schwäche bzw. jeden Hypertonus, der vorher gefunden wurde. Ziel ist das Finden des NC (Normotoner CH).
    Wenn keine der Formen von Vitamin D dazu in der Lage ist, belassen wir D im Mund und ergänzen Calcium – immer auf der Suche nach dem NC!
    Wenn das immer noch nicht funktioniert, werden zusätzlich die anderen Substanzen aus dem o.g. „Vitamin D-Testsatz“ getestet. Wir haben bei den jugendlichen Patienten häufig relativ massive Defizite an Mineralstoffen, Spurenelementen, oft zusammen mit einem mäßigen Vitamin A-Mangel, gefunden.
    Bedenke: Lebertran ist eines der ganz wenigen Lebensmittel mit den Vitaminen A + D!
    Unsere Erfahrung in mehr als 150 Fällen von Cerebralparese hat gezeigt, dass jeder einzelne Fall auf Vitamin D gut angesprochen hat – meist aber nicht auf D alleine!
  1. Die verwendete Testmethode wird als synergistisch/antagonistische Testung bezeichnet (Kursunterlagen IMAK und AKSE).
    Wenn man zwei orthomolekulare Substanzen (A und B) mit engen wechselseitigen Interaktionen hat, so gibt es tatsächlich mehrere Möglichkeiten der kombinierten Testung:

• Wenn A als NC testet, so kann man sofort B hinzugeben. Bleibt der Patient normoton, so wird das mit dem Ausdruck „en bloc“ bezeichnet. B ist also verträglich und kann dazu gegeben werden, wenn es klinisch Sinn macht – wie z.B. Calcium mit Vitamin D. Aber: nur auf Grund der AK-Testung kann
man nicht sagen, dass der Patient einen wirklichen Bedarf an B hat!

• Wenn A nicht als NC testet, so kann man trotzdem sofort B hinzugeben. Wird der Patient normoton (NC), so kann man daraus schliessen, dass B eine (der) wichtige(n) Substanz(en) für den Patienten ist – und dass A verträglich ist.

• Wenn A schwächt oder hyperton macht (W, SC oder HC), kann man wiederum B hinzugeben. Wenn es als NC testet, ist B sehr wichtig für den Patienten, während A entweder als unverträglich einzustufen ist oder in der Dosis relativ zu B reduziert werden muss!

Diese letzte Variante kann fast bei jedem Patienten beobachtet werden, wenn man im Lauf von einigen Wochen zunehmend die Dosis erhöht. Es ist zu vergleichen mit Treppensteigen – meist geht man
abwechselnd Schritt für Schritt, manchmal muss man mit einem Bein zwei Stufen auf einmal nehmen und manchmal kann man mit beiden Beinen gleichzeitig springen!

Natürlich sollte man nie vergessen, dass eine Schwäche bzw. ein Hypertonus durch A oder B auch bedeuten kann, dass schlicht und einfach eine Unverträglichkeit vorliegt.

Dies kommt relativ häufig bei Mineralstoffpräparaten vor, und man muss dann nach einer anderen Bindungsform des Minerals suchen. Deshalb haben wir je vier verschiedene Formen von Calcium, Magnesium, Kupfer und Zink im Testsatz!

Weitere Beispiele für synergistisch/antagonistische Partner:

  • Kupfer und Zink – Kupfer und Eisen – B12 und Folsäure
  • Vitamin A und D etc. – CoQ10, C und E – B6 und B3
  • Vitamin F und D

Wichtig: wenn ein Mangel irgendeiner bestimmten Substanz (z.B. Vitamin A) per Labor festgestellt wurde, dann ist die Verträglichkeit des in Frage kommenden Substitutionspräparates im AK-Test ausreichend – d.h. die Substanz bzw. das Präparat muss nicht unbedingt NC testen!

Die Wichtigkeit der antagonistisch/synergistischen AK-Testung kann gerade für den Vitamin D-Metabolismus nicht überbetont werden. Bei praktisch allen Patienten war zu beobachten, dass Vitamin D nach einigen Wochen hochdosierter Therapie nicht mehr als NC testete – selbst wenn das bei der ersten Testung perfekt der Fall war. Aber: mit dem richtigen Co-Faktor war das immer in den NC auszugleichen!
Das bedeutet: alle diese Behandlungen wären falsch gelaufen, wenn wir gemäß der „guten alten AK“ vorgegangen wären (stoppe die Therapie, wenn das Produkt nicht mehr einen schwachen Muskel stärkt!)

  1. Die Behandlung beginnt meist mit Tagesdosen von 1500 – 2000 I.E. Vitamin D zusammen mit 500 – 1000 mg elementarem Calcium. Am Ende des Ersttermins nehmen wir bei den schwierigeren Fällen Blut ab, um die Ausgangswerte von 25-D and 1,25-D, Mineralstoffen und Spurenelementen im Vollblut sowie zur Sicherheit auch die Serumwerte für Calcium und anorganisches Phosphat zu bestimmen. Beim zweiten Termin zwei bis drei Wochen später wird praktisch immer die Medikation verändert – je nach klinischem Verlauf und Laborbefunden. Das Ziel ist die optimal hohe Vitamin D-Dosierung herauszufinden, bei der es zur deutlichsten Verbesserung der Symptomatik kommt – und gleichzeitig alle übrigen Mangelzustände in den Normbereich auszugleichen. Bei der Beurteilung der Vollblut-MineralstoffAnalyse ist zu beachten, dass die Werte für Calcium und Kupfer häufig erhöht und nur selten erniedrigt sind – was aber immer noch für Mangelzustände in den Zielgeweben „Knochen“ und „Leber“ spricht! Die Erhöhung des Vitamin D erfolgt meist in 1000er-Schritten – aber
    immer AK-getestet und zusammen mit Calcium!

VITAMIN D, SCHULMEDIZIN, SONNENSCHUTZMITTEL UND GESUNDER MENSCHENVERSTAND

Bekanntlich hat Prof. Holick einen seiner Professorentitel (Dermatologie) verloren, weil er eine gemäßigte und intelligente Sonnenexposition und sogar UVB-Bräunungsgeräte in Verbindung mit Vitamin D und Calcium propagiert. Der wirkliche Grund aber ist ein anderer: er hat öffentlich erklärt und in seinem Buch dargelegt, warum der dauernde Gebrauch von Sonnenschutzmitteln dumm ist und wahrscheinlich sogar
das Melanomrisiko erhöht – und natürlich auch der ganzen anderen eingangs genannten Erkrankungen.

Warum? Sonnenschutzmittel mit Schutzfaktor 8 blockieren die körpereigene Vitamin D-Produktion um 97.5 % – und ab Faktor 15 sogar um 99.9%! (Holick, 2005)

Die dramatischsten Zahlen beziehen sich auf das Krebsrisiko: Grant (2002) hat statistisch nachgewiesen, dass – bezogen auf die USA alleine – eine vermehrte kluge Sonnenexposition 185 000 weniger an internen Krebsfällen und 30 000 weniger Tote bedeuten würde. Natürlich hört das die „Krebsindustrie“ nicht gerne!

Ein weiteres wichtiges Detail in seinem Buch ist die Tatsache, dass ACEHemmer eine – patentierbare! – Abwandlung von Vitamin D sind, was auf mehr als 40 Jahre alten Forschungsergebnissen beruht, dass Vitamin D blutdrucksenkend wirkt!

Natürlich hört das die „Kardiovaskuläre Industrie“ nicht gerne!

Andererseits haben einige Urologiezentren begonnen, Vitamin D als zusätzliches Behandlungsinstrument bei Prostata-Carcinom einzusetzen! Diese Liste ließe sich immer weiter fortsetzen, aber letztlich bedeutet all das nur die Rückkehr zum gesunden Menschenverstand: optimale und intelligente Sonnenexposition war schon immer ein natürliches Heilmittel. Warum sollte sich das geändert haben?

Natürlich hat sich gar nichts geändert! Also: wenden Sie dieses neue Wissen in der Praxis an! Kombinieren Sie gute AK-Testung mit den nötigen Laboruntersuchungen – und:

You´ll Be Better! (Goodheart, ?) – … und natürlich auch die Patienten!

ZUSAMMENFASSUNG

Ich möchte zuerst davor warnen, die Vitamin D-Therapie ohne Laborkontrollen durchzuführen. Während es sicher harmlos ist, sich individuell dosiert – wie von Holick empfohlen – etwas mehr Sonne und z.B. 1000 I.E. Vitamin D täglich zu gönnen, braucht man bei der Behandlung schwererer Erkrankungen wesentlich höhere Dosen von Vitamin D und Calcium und idealerweise noch andere orthomolekulare Faktoren.

Dies ist vergleichbar mit Manueller Medizin: während die Empfehlung für bessere Haltung, mehr Bewegung, und einfache manuelle Therapiemaßnahmen sicher ohne Röntgenuntersuchungen durchzuführen sind, geht das bei ernsthafteren und chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates sicher nicht.

Das Minimum zur Absicherung ist Serum-Calcium; das Optimum ist sicher ein Screening aller wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente zusammen mit den beiden Formen von Vitamin D (25-D und 1,25-D)
und eventuell noch PTH – zumindest zu Beginn der Therapie.

Danach ist dann die Sonnenexposition und die Vitamin D-Dosierung so zu wählen, dass optimal hohe Werte für 25-D und niedrige Normalwerte für 1,25-D und ggf. PTH erreicht werden.

„…Vitamin D ist zu einem so wichtigen und notwendigen Hormon geworden – praktisch zu einem Indikator für die gesamte Gesundheit und das Wohlbefinden. Es muss deshalb unser Bestreben sein, einen optimalen Vitamin D-Status – also 25-D-Werte von 75-125 nmol/l – zu erhalten. Der Ausschluss von Vitamin D-Mangel durch die Messung des 25-D-Wertes sollte Teil der normalen ärztlichen Jahresuntersuchung sein“ (Holick, 2005).

LITERATUR

AK Orthomolekulare Medizin (200?). Kursunterlagen IMAK und AKSE.
Chen TC, Holick MF (2003) Vitamin D and prostate cancer prevention and treatment. Trends Endocrinol Metab; 14:423-30
Gerz W, Baier-Wolf U, Bayer W (2001) Vitamin D und Calcium in hohen Dosen –
ein vielversprechender Therapieansatz. Vortrag 2001; AKSE Verlag, Wörthsee
Goodheart GJ (?) You’ll Be Better. AK Printing, Geneva, Ohio 44041
Grant WB (2002) An estimate of premature cancer mortality in the U.S. due to
inadequate doses of solar UVB radiation. Cancer, 94:1867-75
Herzog Muethen SI (1999) Mein Kind war Spastiker. David Verlag, Muenster
Herzog Muethen SI (2004) Vermeidbare Spastik – Vermeidbare Kinderkrankheiten. David Verlag, Münster
Holick MF (2004a) Sunlight and vitamin D for bone health and prevention of
autoimmune diseases, cancers and cardiovascular disease. AM J CLIN NUTR;
80(SUPPL):1678S-88S
Holick MF (2004b) Vitamin D: importance in the prevention of cancers, type 1
diabetes, heart disease,and osteoporosis; AM J CLIN NUTR;79:362-71
Holick MF., Jenkins M (2004) The UV Advantage. Ibooks, New York
Holick MF., Jenkins M (2005) Schützendes Sonnenlicht. Die heilsamen Kräfte
der Sonne. Haug, Stuttgart 2005
Vieth R et al. (2001) Efficacy and safety of vitamin D3 intake exceeding the lowest observed adverse effect level. Am.J.Clin.Nutr. 73, 288-294
Wright JV (2001) Nutrition & Healing, Clinical Tip 88, May 2001; Agora, Inc., Baltimore

Wolfgang Gerz, Arzt, Diplomate ICAK-D, Sonnenlängstr. 2, 81369 München, Tel. 089-7809331, Fax: 089-78019198, wolfgang@akse.de

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